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MLM-Branchen-News +++ MLM-Firmen +++ Tupperware im Wandel? Geht Tupperware einen neuen Vermarktungsweg? Derzeit macht eine Meldung die Runde, die durchaus für Panik unter der Tupper-Beraterschaft sorgen könnte: Das Ende der Tupperparty - Kult-Plastikdosen werden jetzt erstmals in US-Supermärkten verkauft. Was ist dran an dieser News? Hier erstmal die wichtigste Pasage aus der Online-Ausgabe Die Welt: ... Denn so eine Tupperparty unter gleich Gesinnten ist zwar sehr gesellig, sie kostet aber auch viel Zeit. Und eben diese Zeit fehlt einer großen potenziellen Kundenschar. Daher wird die Tupperware ab Oktober in den USA erstmals auch in Supermärkten angeboten. In 62 Läden der Kette Super-Target steht dann Personal bereit, um in aller Eile die Handhabung der vielseitigen Verschlusssache zu erklären. Bereits in fünf Jahren will der US-Konzern 40 Prozent seiner Tupperwaren über Einzelhandelsgeschäfte und über das Internet verkaufen - mit 30 Jahren Garantie. In Deutschland darf Tupperware seit der Einführung 1962 nur über Tupperpartys vertrieben werden. Und das wird sich auch sobald nicht ändern. So bleibt auch den bislang Ahnungslosen noch die Chance, einmal eine Tupperparty zu besuchen. Wer sich mit der einschlägigen MLM-/Marketing-Literatur auskennt, denn überrascht dieser Schritt nicht. Denn wenn das Wachstum für ein Produkt kaum noch zu steigern ist (z.B. über Tupperpartys, MLM und Marken-Branding) und es sich mittlerweile in der Cash-Cow-Phase (Marktabschöpfungsphase) befindet, dann wird als letzter Vermarktungsweg meistens auf Supermarktketten zurückgegriffen, bevor dann irgendwann das endgültige AUS (aufgrund der Markt- und Konkurrenz-Situation) kommt. Da Tupperware mittlerweile so bekannt ist wie kein anderes MLM-Produkt, denken die Manager von Tupperware logischerweise über diesen Weg nach. Es wird sich folgerichtig ein schleichender Wandel in dieser Vermarktungsstrategie vollziehen, ohne die Tupper-Berater direkt vor den Kopf zu stossen, Aber der Umsatz der Berater wird darunter trotzdem langfristig zu leiden haben. Wer diesen Wandel nicht für möglich hält, der sollte mal darüber nachdenken, warum wohl Avon schon vor über einem Jahr mit seiner Produktpalette ebenfalls diese Strategie-Richtung, über eine Kooperation mit den Quelle-Agenturen, eingeschlagen hat. (Quelle: die Welt ; UA 31.07.2001)
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